Rezension zu „Da, wo wir zu Hause waren“

„Mein Vorbild war immer nur der Wind [..]“

Vor ausverkauftem Haus und weit angereisten Gästen führte der Prüfungskurs des 13.Jahrgangs vom Gymnasium im Schloss Wolfenbüttel ihr fulminantes und bewegendes Tanztheaterstück „Da, wo wir ZUHAUSE waren“ auf.

Erwachsen werden – Eine Phase im Leben, die sich furchtbar beängstigend und lähmend anfühlen kann. Das Gefühl der großen weiten Welt, mit den tausenden offenen Türen, die sich gefühlt bei jedem Blinzeln erneut verändert und in der man sich auch zwischen den vielen Mitmenschen furchtbar einsam fühlen kann.

Den Darsteller:innen gelingt es von Anfang bis Ende diese unterschiedlichen Gefühle  in wahnsinnig professionellen Tanzszenerien zu vermitteln und die Zuschauer:innen in ihren Bann zu ziehen. Von Duetten bis hin zu Choreografien mit der gesamten Gruppe arbeitet der Prüfungskurs kraftvolle Bilder heraus, die den Kampf ums Leben für Jung und Alt vermitteln können. 

Das Stück schließt mit einem herausragenden live gesungenen Solo, das Freiheit für die eigene Entwicklung und das Abstreifen jeglicher Anspruchshaltungen fordert. Mit Standing Ovations und einigen Tränen in den Augen schließt der Abend mit einem warm wohligen Gefühl im Bauch, wie wahnsinnig toll und berührend Schultheater sein kann. 

geschrieben von Franziska Teine

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